Archive for the ‘Pers’ Category

Übung

Freitag, Februar 27th, 2009

„Du hast schon zwei Angebote“, hatte Andrea das Lächeln kommentiert, das ich auf der Dorfpromenade von einer Hübschen Anfang Zwanzig bekam. Ich guckte sie irritiert an. „Zwei Dorfschönheiten haben schon verkündet, dass sie mal mit dir Englisch üben wollen“.
Und nun passiert es tatsächlich. Mitten auf der Dorfkreuzung werde ich unter den allgemein amüsierten Blicken des zahlreich erschienen Publikums angesprochen. Zuerst kurz auf Spanisch, dann kommt sie, die Frage: Ob es denn nicht möglich wäre, ein bisschen Englisch zu üben. Panik. Spontanes, öffentliches Flirten ist nicht gerade meine Stärke. „Der ist ganz schön ein Dicker“, kommentiert sie schließlich ihren Abgang. So viel Spanisch zumindest verstehe ich. Grrrr.

nebensachen

Freitag, Februar 27th, 2009

die gastfreunschaft ist beeindruckend. der mangel an touristisch verwertbaren einrichtungen allerdings auch. mich zumindest stresst der toilettengang. reichlich.

zuerst die treppe hoch – blocksteine übereinander gelegt. die erste stufe mit zweien ist stabil, die nächsten wackeln aber schon recht heftig. und dass die nacht eine dunkle ist, das macht es nicht gerade leichter. oder vielleicht doch.

da ist das klo selbst. für breitärsche wie mich zu eng bemessen. von freiem fall in die unter mit befindliche düngerproduktionsstaette kann jedenfalls keine rede sein. schon deshalb nicht weil ich durchfall und blähungen habe. die maden die ich im taschenlampenlicht uber den boden schleichen sehen. na ja. ich war mal angler. außerdem alles nichts, was ein besuch im bad nicht aendern kann.

wenn nur dieser sichtschutzvorhang so nicht wäre: eine auseinander geschnittene plastetüte, festgemacht an einem baum mit grossen, spitzen stacheln. und die steine und holzteile, die einen pfad durch den schlamm bilden, finde ich nicht so recht im dunklen. trittsicher schon gleich gar nicht.

Blicke

Dienstag, Februar 10th, 2009

Ich kann nicht anders DOPPELPUNKT ich muss immer wieder hinüber sehen zu der Schönen mit dem Buch auf den Oberschenkeln. Irgendwie erinnert sie mich an … nein, nicht Tilda Swinton … nein … .

Irgendwo auf der Strecke zum Flughafen stellt es sich ein, das Gefühl: Sie erinnert mich an alle meine Lieben seit Jugendzeiten. An alle zugleich und an jede einzelnd. Und auch wenn sie aussieht wie keine von Ihnen, so ist da vor allem eines neu: Die Wiederholung eines Versprechens GEDANKENSTRICH Dass es klappen kann.

Sie klappt das Buch zu und blickt hoch. Mir direkt ins Gesicht. Ich versuche ein Lächeln. Keine Regung. Das Lächeln kommt mir dumm vor. Ich sehe weg.

Vor der Reise

Sonntag, Februar 8th, 2009

1954. A coup dètat supported by the USA ends ten years of «democratic spring» in Guatemala. The country becomes a military dictatorship again.

Morgen also ist es mal wieder so weit: Eine Reise nach Guatemala.
Für mich ist das Land ja immer noch eher mehr „mala“ und eher weniger „guad“. Aber mal sehen: Vielleicht haben sich die Zeiten ja nicht nur im Herzen des Empire verändert, dort, wo jetzt Obama der Erste regiert. Oh erbarme dich unser. (mehr …)