Was es ist

Was war das nun: Die Vorführungen in AURORA?

Ein wirklich markantes Gefühl will sich nicht einstellen. Zu sehr splittern sich die Gedanken und Fragen auf in verschiedenste Bereiche: Film als Film, Psychologisches, Politisches, Privates.
Sicherlich ist einiges an Erleichterung da. Die Befürchtung, dass der Film größere negative Folgen haben könnte, scheint sich nicht realisiert zu haben – von ein paar Vollräuschen, heftigeren Streits und Beulen abgesehen.
Und dann ist da noch die Spaltung, die unterschiedliche Erfahrung, die Verletzungen, die entstehen, weil das Massaker und seine Folgen auf die verschiedenen Leben eine je verschiedene emotionale Fliehkraft ausübt. Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?

Insgesamt haben wir jedoch immer und wieder vor allem Dank formuliert bekommen, wurde der Film als Dokument zur Realität von Geschichte und Gegenwart des Dorfes bezeichnet. Ein Dokument, das man im Dorf auch den nächsten Generation zur Erklärung zeigen will. Und auch jene, die das Durchleben mit den Erinnerungen als sehr schmerzhaft beschrieben, auch sie sagen, es wäre richtig und wichtig, dass wir hier sind mit dem Film.

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