der wind kennt wohl die antwort

der wind kennt wohl die antwort, und der mann ist ein mann und fuer das leben, das er mit sich traegt, da braucht es wohl nur noch einen hauch, um es fortzutragen und jetzt sitzt er da, vor seinem haus, in einem winkel von neunzig grad sitzt er auf der niedrigen mauer der veranda. und dann steht er auf und geht und sein ober- und sein unterkoerper bilden weiter einen winkel von neunzig grad und er sieht nichts, zumindest nicht mehr sehr viel und wohl auch nicht, dass ich der tod bin, oder doch, denn so wie ich hier sitze, ich sehe nur das ende, bis er anfaengt zu erzaehlen, zuerst noch vom sterben, von einer zeit, als seine schwester noch lebte, da war es besser, alles besser, da bekam er noch besuch und essen und heute komme kaum noch jemand vorbei und nun kann er kaum noch gehen und werde noch schneller muede davon und dann erzaehlt er von der zeit auf der finca und wie es damals war und andrea erinnert sich, wie er alleine in die hauptstadt kam um sich zu bedanken, ganz allein war er vom land in die stadt gekommen, mit ein paar melonen als dank, und dann steht er auf, bringt zwei becher und waescht sie in der zisterne, so dass wir schon wissen, wir werden nichts trinken, und wieder fuehlt sich alles an wie das ende, weil wir es nicht schaffen abzulehnen, und weil wir heimlich das trinken und dann ausleeren werden und zum ende verabschiedet er uns, das gesicht unseren stimmen folgend: „wenn ihr wieder einmal im dorf sein werdet, kommt doch bitte vorbei und seht nach, ob ich noch lebe, und wenn ja, dann besucht mich doch bitte, habt eine gute reise, ich werde jetzt hier ein wenig sitzen.“

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