Vorführtechniken, Grashüpfer und Transporthindernisse

Es gab ja noch ein Festival, kein Filmfestival, sondern ein Kunst- und Kulturfestival. Kein Hindernissgrund für etwaige andere dinge also. Vor allem nicht, weil Alfonso Porres mit seinem Wagen kurz hinter der Stadtgrenze liegen geblieben ist. Kein Film rechtzeitig bei der Programmierungskommission. Kein Film auf dem Festival.

„Geht das Bild eigentlich auch größer?“ fragt Andreas.
Alfonso Porres erklaert uns die Technik, die wir ausleihen. Eine Leinwand mit rund 4 mal 6 Metern samt Gestell. Dazu ein Beamer, zwei Boxen und Verstärker.

„Passt das Ding überhaupt in die Versammlungshalle“, frage ich.

Mit dem ganzen Zeug und unserem Gepäck werde ich jedenfalls wieder wie ein Grashüpfer kurz vor dem Absprung auf dem Beifahrersitz hin- und herschauklen. Und das ein paar Stunden lang. Aber ich freue mich. Endlich mal eine richtige Vorführung.

„Ist das Bild immer so verschwommen an solchen Stellen“, fragt Andrea.

Mit den guatemaltekischen Verhältnissen verhält es sich inzwischen wohl anders. Beim Blick in den Kaffee sehe ich jedenfalls schwarz und nicht den Boden der meist bonbonfarbenen Plastebecher. Und wir Ausländer haben von der einheimischen Videogruppe „Gluehwürmchen“ einen Antrag gestellt bekommen, damit wir uns über sie die Technik leisten können, die ihnen der hier lebende deutsche Kollege für uns leiht. Und zu einem neuen Ton bei den Luciernagas reichen die Gelder auch noch.

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